Vertrauensmensch

Ein Bericht über mich in der Zeitschrift „Energie-Allee“ (April 2019):

„Florian Stein plant Solarenergieprojekte für juwi und ist zudem leidenschaftlicher Kletterer. Vertrauen spielt in seinem Job wie beim Klettern eine wichtige Rolle.

Fünf Meter ist Yvonne Rocker die Wand in der Kletterhalle in Nieder-Olm emporgestiegen, jetzt soll sie sich ins Seil fallen lassen. Es ist für die junge Frau ein kurzer Moment der Überwindung – ein Augenblick, in dem man sich automatisch fragt, ob man sich auf denjenigen, der da unten steht, verlassen kann. Zu Füßen der Wand steht Florian Stein mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Über das Sicherungsgerät an seinem Klettergurt hält er das Seil fest in der Hand. „So, jetzt einfach loslassen und in den Klettergurt setzen.“ Mit ruhiger Stimme vermittelt er seiner Kletterschülerin, dass hier nichts passieren kann. Im nächsten Moment hat Rocker die kleinen Haltegriffe an der Kletterwand losgelassen und sitzt im Seil. Vertrauenstest bestanden. Stein lässt seine Kletterschülerin behutsam zu Boden ab. „Vertrauen und Verlässlichkeit spielen beim Klettern eine ganz wichtige Rolle“, erklärt der Klettertrainer. Seit vielen Jahren kraxelt er selbst Wände nach oben – in der Halle, aber viel lieber noch draußen im Fels, in der freien Natur. Sobald das Frühjahr anfängt, verbringt er viele Tage an den Kletterfelsen in den heimischen Mittelgebirgen. Es ist für ihn eine ganz besondere Art des Ausgleichs, für den er auch andere begeistern möchte.

Kletterkurs im Bewegungsforum Nieder-Olm
Kletterkurs im Bewegungsforum Nieder-Olm

Seit vergangenem Jahr gibt der 35-Jährige Kletterkurse. Manchmal sind es Gutscheine, die zu Weihnachten verschenkt werden, ein andermal melden sich Menschen direkt bei ihm an, die es einfach mal ausprobieren wollen. Aber egal wie die Schüler zu ihm kommen, jeder Kurs beginnt damit, dass sie den Umgang mit den Sicherungssystemen lernen. Das ist sozusagen Einstiegsvoraussetzung. Erst wenn die Knoten gelernt sind, der Umgang mit dem Sicherungsgerät sitzt und der obligatorische Partnercheck gemacht ist, geht’s an die Wand.
Für Stein sind das Klettern und der Sport im Allgemeinen Ausgleich und Ergänzung zu seinem anspruchsvollen Job bei juwi. […]“

Lesen Sie den vollständigen Artikel ab Seite 24 unter:

https://www.juwi.de/fileadmin/user_upload/01_Downloads/Energie-Allee/Energie-Allee_April_2019_final.pdf

Sport verändert unsere Gene in nur wenigen Monaten – Ein Überblick zum Stand der Epigenetik-Forschung

Glauben Sie, dass unsere Gene unumstößlich unser Leben bestimmen? Oder glauben Sie eher, dass unser soziales Umfeld unser Leben bestimmt? Nun die Wahrheit liegt – wie so oft – wohl irgendwo dazwischen. Es gibt schließlich eine Vielzahl von Faktoren und Wechselbeziehungen, die unser Leben beeinflussen. Andererseits können wir auch sehr viel mehr in unserem alltäglichen Lebensumfeld verändern, als unser innerer Schweinehund zugeben möchte.

Was würde es für Sie bedeuten, wenn es möglich wäre, Ihre Gene allein durch eine Umstellung Ihrer Gewohnheiten verändern zu können? Eher der Stoff für Science-Fiction meinen Sie? Die gute Nachricht ist, dass es tatsächlich möglich ist. Dies beweisen die Experimente des Forschungszweigs der sog. Epigenetik. Unser Lebensstil beeinflusst direkt die Aktivität oder Inaktivität bestimmter Bereiche unserer Gene. Bis zu 20% aller menschlichen Gene können durch so etwas Simples wie regelmäßiges Lauftraining aktiviert werden. Sicherlich werden auch Schwimmen, Fitnesstraining, Radfahren, Klettern etc. und alle anderen Sportarten, die Sie regelmäßig betreiben, ähnliche Effekte erzielen.

Epigenetik: Laufen verändert unsere Gene - steinfitness.coach
Epigenetik: Laufen verändert unsere Gene

Das menschliche Erbgut besteht aus ca. 20.000 Genen. Ungefähr 4.000 Gene bleiben weitgehend inaktiver, wenn Sie keinen Sport treiben, im Vergleich zum regelmäßigen Training. Diese verminderte Aktivität Ihrer Gene geben Sie auch an die nächste Generation weiter – ob Sie es wollen oder nicht. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, die man seinen ungeborenen Kindern wünscht. Doch auch das Gegenteil ist der Fall und Sie können durch Ihre Lebensweise, die sich in Ihre Gene sozusagen einprogrammiert, auch gute Voraussetzungen für Ihre Kinder schaffen. Am Beispiel des Lauftrainings bedeutet dies, dass Ihre Kinder mit Genen auf die Welt kommen, welche in denjenigen Bereichen bereits besser aktiviert sind, welche für wichtige gesundheitliche Grundlagen im Körper verantwortlich sind. Dazu zählen Genbereiche für die Zuckerverbrennung und den Stoffwechsel von anderen Kohlenhydraten, die Bildung von Fettgewebe, die Bereitstellung von Zellenergie und die Bildung von Muskelfasern.

Sicherlich gibt es viele Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, aber der Blick auf Forschungsergebnisse der Epigenetik zeigt, dass wir sehr viel mehr positiv beeinflussen können, als wir bisher dachten.

Mehr zum Thema im Wissens-Magazin „Quarks“ unter dem nachfolgenden Link:

Quarks – Mach mehr aus Deinen Genen!

(Nicht mit allen Browsern abspielbar. Google Chrome funktioniert bspw.)